Vorstellung Frau Waldeck

Pfarrerin Bögel hat Frau Waldeck einige Fragen gestellt:
Frau Waldeck, Sie haben zum 1. Juli 2021 die Stelle als Vorsitzende des Vorstands der ETW übernommen. Was ist ETW eigentlich?

ETW steht für Evangelische Tagungsstätten in Württemberg. Aus den bestehenden Bildungshäusern der Evangelischen Kirche in Württemberg wurden vier Häuser (Bad Boll, Bernhäuser Forst, Stift Urach, Stuttgart-Birkach) unter der „Dachmarke ETW“ zusammengefasst. Dabei ist uns wichtig, sowohl die Individualität der Häuser zu erhalten als auch Synergien durch den Verbund zu schaffen.

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Wo waren Sie zuvor tätig- und welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Meine berufliche Laufbahn begann in der den Steigenberger Hotels in Baden-Baden. Danach war ich viele Jahre als Direktorin in der Kettenhotellerie (u.a. Holiday Inn, Accor) tätig. Das Leitbild dort ist: act global- think local, also weltweite Vergleichbarkeit der Hotels und Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Bisher war ich an mehr als 20 Standorten in mehreren Ländern tätig.

Seit wann sind Sie für die evangelische Kirche in Deutschland tätig?
Vor 10 Jahren hat die evangelische Kirche im Rheinland gemeinsam mit der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal ein Projekt begonnen, um ihre bereits bestehenden Tagungshäuser unter einem Dach zu vereinen. So bin ich auf den Heiligen Berg nach Wuppertal und zur Rheinischen Kirche gekommen. Als gebürtige Düsseldorferin war das dann ein Ankommen, ein wieder nach Hause kommen.

Was hat Sie gereizt an der Aufgabe?
Ich finde es spannend, bereits bestehende Häuser, Teams und Strukturen weiterzuentwickeln und zu führen. Die inhaltliche Arbeit der Einrichtungen (Bildung, Austausch und Spiritualität) wird durch die Tagungsstätten unterstützt. Sie bilden den eigenständigen, gastgebenden Rahmen (Hotel, Gastronomie, Tagungsräume) für alle Veranstaltungen.

Was wünschen Sie sich für ETW?
Als umsorgende, entspannte Gastgeber zufriedene Gäste in den Häusern zu haben. Die Individualität der einzelnen Stätten zu betonen und zugleich einheitliche Abläufe aufzubauen.

Verraten Sie uns ein paar Sätze zu sich als Privatperson?
Ich bin gebürtige Rheinländerin und überzeugte Europäerin. Je mehr ich in anderen Ländern gelebt habe, umso mehr wusste ich unsere europäische Heimat zu schätzen.
Ich bin 56 Jahre alt und verheiratet, mein Mann ist seit 34 Jahren an meiner Seite. Wir leben im Moment noch in Wuppertal und werden im kommenden Jahr nach Baden-Württemberg ziehen. Die Gegend ist uns schon vertraut, weil die Familie meines Mannes aus Konstanz stammt. In meiner Familie sind viele Imker, Förster und Gärtner, diese DNA habe ich geerbt: Wenn ich nicht für ETW unterwegs bin, finden Sie mich im Frühling, Sommer und Herbst im Garten; im Winter strickend oder lesend vor dem Kamin. Und mein Mann und ich reisen gerne.