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"Berührt von Gottes Barmherzigkeit" - Alltagsexerzitien in der Passionszeit online

Am Donnerstag nach Aschermittwoch haben wir uns gemeinsam auf den Weg durch die vor uns liegenden Passionswochen gemacht: 25 Personen – bunt gemischt: die Studentin und der emeritierte Professor, die katholische Ordensfrau und die evangelische Religionslehrerin, die Familienfrau und der Ruheständler, die Berufstätige und die Hausfrau – auch im Alter war die Gruppe bunt gemischt: zwischen 23 und 84 Jahre alt.

Schon beim ersten Onlinetreffen wurde klar: Die Lebenssituationen sind sehr sehr unterschiedlich, auch was die Pandemie für die einzelnen bedeutet. Die einen haben noch mehr als sonst und ihr Alltag ist übervoll: Homeschooling, Arbeit, Haushalt und noch vieles mehr, die anderen haben viel weniger als gewohnt: kein ehrenamtliches Engagement, keine Gruppen und Angebote in der Gemeinde, fast keine Kontakte und Begegnungen. Gemeinsam war allen die Sehnsucht in den kommenden Wochen mehr Zeit mit Gott zu verbringen und die Beziehung zu ihm wieder aufzunehmen oder zu vertiefen. Die wöchentlichen Treffen hatten drei Teile: Zuerst ein Austausch in kleinen Gruppen über die persönlichen Erfahrungen der vergangenen Tage, dann eine Einführung in die Impulse für die neue Woche und schließlich eine Zeit der gemeinsamen Stille und des Gebets. All das online – anfangs kaum vorstellbar und nach den 7 Wochen schon fast „normal“. Es war erstaunlich, wie viel Verbundenheit und persönliche Begegnung trotz der für alle ungewohnten Form möglich war und wie intensiv die Einzelnen diese Wochen für ihren persönlichen Glauben erlebt haben. Alles in allem: Ein lohnendes Experiment, das vielleicht auch in Nach-Coronazeiten einen Platz in unserem Jahresprogramm haben wird.