„So schön wie auf Erden kann es im Himmel gar nicht sein – oder doch?“

Seminar über die Letzten Dinge

dr.martin-wendte

Es gibt Dinge, die verschwinden einfach. Sie wurden einfach verdrängt, wie CD-Rekorder, Disketten oder Wählscheiben. So geht es auch der Rede vom Jüngsten Gericht, die aber nicht einfach nur aus dem Alltag des Christentums verschwunden, sondern unter der Hand einfach säkularisiert worden ist.

Dr. Martin Wendte, Citykirchenpfarrer in Ludwigsburg, beschäftigt sich schon längere Zeit damit. Er lädt zu einer Spurensuche zu Vorstellungen von den letzten Dingen in einem Seminar am 22./23. Februar ein. Mit kurzen Vorträgen, Diskussionen und meditativen Einheiten zu diesen Fragen: Was kommt nach dem Tod? Gehen wir alle durch ein Gericht hindurch, und ist das belastend oder befreiend? Wo erleben wir jetzt schon den Himmel auf Erden? Wie prägen die Vorstellungen des Himmels unser jetziges Leben auf der Erde?

Wir haben Martin Wendte vorab einige Fragen dazu gestellt.

Die Rede vom Jüngsten Gericht, dem ewigen Leben sind einfach verschwunden aus dem Alltag des Christentums, in Predigten werden sie gemieden und auch für die persönliche Deutung des Glaubens spielen sie nur noch eine Nebenrolle. Wie ist es dazu gekommen?

In der Moderne bekommen wir ein ganz neues Verhältnis zur Welt: Wir merken, dass wir durch Technik und Wissenschaft unsere Welt in ganz neuer Weise verändern können. Zugleich halten wir nur noch das für real, was wir direkt erfahren können oder was wir wiegen und messen können. Dadurch entschwindet das Ewige Leben aus unserem Blick.

„Wer wird bestehen?“ Sie sagen, dass diese Frage vor Gott und die biblische Rede vom Urteilsspruch Gottes am Ende der Zeit zwar verschwunden ist, aber in einer säkularen Form sehr präsent ist. Wo finden wir sie wieder?

Ich finde diese Frage jeden Tag im Arbeitsalltag und in der Schule, aber vor allem in Bezug auf mich selbst: Mache ich dieses oder jenes gut genug?

Die Vorstellungen des Himmels prägen unser jetziges Leben. Können Sie das mit einem Beispiel verdeutlichen?

Wenn wir im Himmel auch einen Leib haben – einen „geistlichen Leib“, wie Paulus schreibt – dann schätze ich meinen Leib auch hier auf Erden hoch samt aller Schöpfung, die es braucht, damit es ihm gut geht.

Seminar mit Dr. Martin Wendte
Beginn: 22. Februar, 18:00 Uhr
Ende: 23. Februar 19 Uhr

» Anmeldung zum Seminar mit Dr. Martin Wendte