Kantate im Gespräch und zum Mitsingen.

Singfreizeit mit Konzert und Gottesdienst

 
Nicht alle haben die Gelegenheit, bei sich zuhause in einem Chor anspruchsvolle Werke einzustudieren und in großer Besetzung aufzuführen. Deswegen bietet Stift Urach ein besonderes Angebot: An einem Wochenende (31.8.- 2.9.2018) können erfahrene Sänger und Sängerinnen die Bachkantate BWV 161 „Komm, du süße Todesstunde“ einstudieren. Neben der musikalischen Erarbeitung werden auch die Zusammenhänge zwischen Bachs Musik und den Texten beleuchtet und die theologischen Hintergründe erschlossen.
Anders, als der Titel der Kantate vielleicht vermuten lässt, ist sie nicht für einen Platz am Ende des Kirchenjahres im Bereich des Totengedenkens bestimmt, sondern wird bei den Aufführungen in Urach und Metzingen sogar beinahe am richtigen Sonntag in der Zeit nach dem Trinitatisfest erklingen. Die Kantate wurde wahrscheinlich am 27.9.1716, dem 16. Sonntag nach Trinitatis, in der Weimarer Schlosskirche erstmals aufgeführt. Der Predigttext zu diesem Sonntag erzählt die Geschichte aus dem Lukasevangelium von der Auferweckung des Jünglings zu Nain. In einer in jener Zeit verbreiteten Auslegung dieser Bibelstelle wird die Auferweckung des Toten als Gleichnis für die Auferstehung der Gläubigen gesehen. Und dieser barocke Blickwinkel auf die diesseitige und jenseitige Welt prägt den Klang und die Instrumentierung mit zwei Blockflöten zum Streichersatz in besonderer und faszinierender Weise.
Am Samstag wird die Kantate mit einem Profiorchester und Solisten um 20 Uhr in einem Gesprächskonzert in der Amanduskirche in Bad Urach aufgeführt. Am Sonntag erklingt sie um 10 Uhr im Rahmen eines Kantatengottesdienstes in der Martinskirche in Metzingen.
Die Singfreizeit wird geleitet von Stephen Blaich, Bezirkskantor in Bad Urach und Pfarrer Martin Winter, Metzingen.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre Singstimme an.

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