Siegfried Haag

UNTERWEGS

Ausstellung vom 2. September bis 22. Oktober 2018

Siegfried Haag, geboren 1928, gehörte der Kriegsgeneration an – der skeptischen Generation. Er erlebte die Jahre vor dem 2. Weltkrieg als glücklich, geborgen und friedlich. Selbst die Kriegsjahre gingen an ihm zunächst vorbei, ohne dass er betroffen schien.
Das änderte sich schlagartig im Jahr 1944. Er wurde als Fünfzehnjähriger eingezogen und musste miterleben, wie von Januar – April 1945 Städte total zerstört wurden und ein Neuanfang kaum möglich schien.
Für diese skeptische Generation war es dennoch selbstverständlich, den Schutt wegzuräumen und neu anzufangen. So war es folgerichtig, dass Siegfried Haag Architektur studierte und aktiv am Wiederaufbau mitarbeitete – zunächst in Stuttgart, später dann in Nürtingen. So kam Siegfried Haag erst im Jahr 1998 nach einem arbeitsreichen Leben zum Malen und Zeichnen. Die Themen waren ja vorgegeben: Es sind Krieg, Zerstörung, Vertreibung und Gefangenschaft, der Neubeginn in der Heimat, seinen Orten und den Menschen. Dies hat er in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.