Amanduskirche in neuem Glanz

Was lange währt … Fast eineinhalb Jahre war das Chordach der Amanduskirche eingerüstet. Dies erschwerte auch den Zugang zum Stift und brachte vor allem für die Nutzung der Stiftskapelle manche Einschränkungen mit sich. Wir freuen uns mit der Kirchengemeinde über die abgeschlossene und gelungene Sanierung des Chordaches und der Außenfassade der Amanduskirche.
Viele haben zum Gelingen des Projektes beigetragen: Architekt Keppler hat in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt und dem Oberkirchenrat die Sanierung geplant und begleitet. Die fachkundigen Handwerker haben ganze Arbeit geleistet.
So wurden morsche Balken ausgewechselt und die Stabilität des Daches gesichert. Neue Dachziegel sorgen dafür, dass die Kirche vor Regen und Schnee geschützt ist.
Mit einem Teil der alten, „handgestrichenen“ Dachziegel wurde nach Maßgabe des Denkmalamtes das Dach an der Ostseite der Kapelle gedeckt. Eine besondere Herausforderung war das steile Dach über der Kapelle. Hier musste jeder einzelne Ziegel gesichert werden.
Auch die Steinmetzarbeiten hatten es in sich: Alte Zementfugen wurden entfernt und durch neue ersetzt, Risse wurden verfüllt und Ergänzungen angebracht. Die neuen Kreuzblumen, die jetzt die Chorfassade zieren, wurden im Winter in der Steinmetzwerkstatt gefertigt.
Möglich wurde diese umfassende Sanierung nur durch die breite finanzielle Unterstützung von Kirchengemeinde, Stadt, Firmen und Privatpersonen. Immer wieder gab es besondere Aktionen zugunsten der Sanierung der Amanduskirche: Verkauf von Getränken bei diversen Festen, ein Benefizkonzert aller musiktreibenden Vereine in Bad Urach, „Sonder“-Briefmarken mit Motiven aus der Amanduskirche …
Bisher sind Spenden in Höhe von 140.000 € zusammengekommen. Dies zeigt, wie sehr den Urachern ihre Amanduskirche am Herzen liegt! Wie schön, dass sich so viele Menschen für den Erhalt der Amanduskirche - eine der schönsten Kirchen überhaupt – eingesetzt haben.
Und natürlich hat die Kirchengemeinde in den letzten zehn Jahren vorausschauend Rücklagen gebildet und Gelder für die Sanierung gesammelt. Insgesamt muss die Kirchengemeinde einen Eigenanteil von rund einer halben Million Euro aufbringen.