Zum Tod von
Pfarrer i.R. Werner Knoch

Im November 2020 verstarb der erste Leiter des Einkehrhauses Stift Urach, Werner Knoch, im Alter von 92 Jahren. Er hat das 1980 gegründete Einkehrhaus bis zu seinem Ruhestand 1994 geleitet und maßgeblich geprägt. Unter seiner Leitung wurde das Stift Urach zu dem, was es bis heute ist: ein Ort der Gastlichkeit und inneren Einkehr, an dem Menschen über Gott und die Welt nachdenken und ins Gespräch kommen, Kraft schöpfen beim Bibellesen und Gottesdienst feiern und sich Gedanken machen, wie Christen diese Welt verantwortlich mitgestalten können.

Bei seiner Investitur als Leiter des Einkehrhauses am 26. Oktober 1980 predigte Bischof i.R. Helmut Claß zur Tageslosung aus 1. Petr 2,17 - Habt die Brüder und Schwestern lieb, fürchtet Gott! - und führte dazu aus:

„Gott danken für die Begegnung mit einem Menschen und entsprechend mit ihm umgehen (…) Möchte dies die Dienstregel sein im Blick auf jeden, der in das ‚Stift Urach‘ kommt, ob er nun kürzere oder auch längere Zeit hier verweilt. Niemand sollte von hier wieder weggehen, ohne es auf irgendeine Weise erfahren zu haben, dass er von Gottes Liebe gesucht und gefunden wurde.“
Das hat Werner Knoch gelebt.

Bei der Trauerfeier in der Marienkirche Reutlingen würdigte Dekan Keinath Werner Knoch als treuen Diener des Evangeliums, der sich an all den Orten, an denen er haupt- und ehrenamtlich tätig war, aktiv und engagiert einbrachte und dem es ein Herzensanliegen war, Menschen die befreiende Botschaft des Evangeliums nahezubringen.

Noch im Frühjahr gab es Kontakte im Vorfeld der Jubiläumsfeier „40 Jahre Einkehrhaus Stift Urach“ im September 2020. Werner Knoch hatte sein Kommen und einen Redebeitrag zugesagt. Er freute sich aufs Stiftsfest und alle Begegnungen, konnte dann zuletzt dann doch nicht mehr teilnehmen.

Viele Menschen hat Werner Knoch begleitet – wir verdanken ihm viel.

Ute Bögel

Das Bild zeigt Herrn Knoch im Gespräch mit Bischof Claß