Peter Magiera

nahe Ferne

Zeichnungen-Radierungen-Malerei-Collagen

22. November – 11. Januar 2021

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 8 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage: 9 bis 14 Uhr

Peter Magiera

Peter Magiera , geboren 1941 in Petrowitz. Ausbildung als Textilentwerfer, Werk- und Kunstpädagogikstudium Stuttgart, GHS- und Sonderpädagogikstudium Esslingen und Reutlingen. Ab 1973 Lehrer in Pfrondorf. 1995-2004 Lehrer am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Stuttgart.
Als Mitglied der Künstlergilde Esslingen und des WKV-Stuttgart ab 1966, des Malerkollegiums Reutlingen von 1985 -1994 und der Radierwerkstatt Reutlingen. Ab 1990 zahlreiche Gruppenausstellungen und seit 1966 über 30 Einzelausstellungen,

„Ob Objektkunst, Collage, Zeichnung oder Radierung, sein Schaffen kreist immer um Themen, Formen und Phänomene der Natur als Inbegriff einer Schöpfung, für die er den Menschen in unbedingter Verantwortung sieht. Immer wieder richtet sich dabei der Blick wie bei einer Makro-Fotografie auf die geordnet-chaotischen Feinstrukturen der Dinge, erhebt sie sensibel zu Bedeutungsträgern. Gelegentlich durchscheinender Humor und die Zartheit der Formensprache nehmen seinen Arbeiten die Schwere.“

Aufgrund der Corona-Situation ist die Ausstellung für die Öffentlichkeit ausschließlich bei der Vernissage am 22. November, 14 Uhr und bei der Künstlerführung am 12. Dezember um 15 Uhr zugänglich. Für Gäste von Stift Urach für die Dauer ihres Aufenthaltes.

Vernissage: Sonntag, 22. November 2020 14:00 Uhr

Künstlerführung: Samstag, 12. Dezember 15:00 Uhr

Die Plätze bei der Vernissage sind aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen leider begrenzt. Vorherige Anmeldung erforderlich: info@stifturach.de

Im Vorfeld befragte Pfarrerin Ute Bögel den Künstler:

Wie kamen Sie denn zum „Malen“?
Auf eine Kalenderrückseite hatte ich als 12 jähriger mit Wasserfarben den „Sonnenuntergang mit Boot“ gemalt. Auf dem glatten Kunstdruckpapier blieben und standen die Farben unwiderstehlich frisch und schön! Ein großes Glückserlebnis! An einem See, geschweige denn am Meer war ich zu dem Zeitpunkt noch gar nie nicht gewesen…. Künstlerische Förderer und Impulsgeber waren später Roland Krause - Künzelsau, Monika Schaber - Nürtingen und Harald Fuchs - Tübingen.

Und wie finden Sie Ihre Motive?
Ich versuche positive, lebensbejahende Positionen zu finden zu jenen Kräften, die mit System und Gier Lebensvielfalt zerstören: die unsäglichen Kriege , die Naturzerstörung durch Raubbau an Wäldern, an Bodenschätzen , die Missachtung der Tiere, die „ todsichere „ Atomenergie . . .

Wie lange arbeiten Sie denn (ungefähr) an einem Werk?
Eine Radierung zu gestalten, kann maßlos Lebenszeit kosten. Die Arbeitsabläufe sind meist langwierig und kompliziert. Radierungen machen aber auch Lust zum Experimentieren, zum Verändern, zum Überarbeiten . . .
Gerne lasse ich mich aber auch verleiten von einem Packen abgelaufener
Einladungskarten . . . zu schade, um im Altpapier zu landen . . .
Durch Schaben, Ritzen, Überzeichnen kommen ungeahnte Bildwelten ans Tageslicht An Abreißstreifen von Notizbüchern, Kalendern, Briefmarkenheftchen, die ja alle ihre Zeiten und Geschichten haben, komme ich kaum vorbei ohne dem Sammeltrieb nachgehen zu müssen …„ upcycling“ kann mich richtig begeistern -lebenslänglich!

Werden Sie auch einmal selbst durch die Ausstellung führen?
Sehr gerne: am Samstag, 12.Dezember um 15 Uhr.