21.04.2010
" So etwas wie ein Kloster auf Zeit "- Ort für die äußere und innere Einkehr
Einweihung des neuen Seminargebäudes im Stift Urach

Ein Schlüssel aus Hefekranz mit drei Zacken - einer fürs Stift, einer fürs Pastoralkolleg und einer für die evangelische Landeskirche.
Seit Montag vor einer Woche läuft bereits der erste Kurs im Pastoralkolleg: Zwölf Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Bereich der Landeskirche kommen hier zur Ruhe, schöpfen neue Kraft und bilden sich gleichzeitig weiter. „Drei Schritte zurücktreten, den eigenen Standort zu bestimmen und Perspektiven zu entwickeln“, ist das Ziel dieser Einrichtung der Landeskirche, die bisher im Kloster Denkendorf angesiedelt war. Bis alles im neuen Seminargebäude fertig ist, wird es noch ungefähr drei Wochen dauern.
„Wie schön, dass vieles gut geworden ist und noch wird“, sagte Dr. Ernst Michael Dörrfuß, der Leiter des Pastoralkollegs, „wie schön, dass das Pastoralkolleg hier seinen neuen und guten Ort gefunden hat.“
Viele gute Wünsche überbrachten Vertreter der Kirchenleitung. Oberkirchenrat Dr. Ulrich Heckel hob hervor, dass die „sehr schönen, hellen und lichten Räume“ einladen, die benediktinische Ordensregel „ora et labora“ zu leben.
„Das Pastoralkolleg ist so etwas wie ein Kloster auf Zeit“, fasste Oberkirchenrat Wolfgang Traub zusammen. Ein Ort der Begegnung und der Geselligkeit ebenso wie ein Ort der Anfechtung ebenso wie ein Ort des Aufatmens und der Erquickung.
Der Uracher Bürgermeister Rebmann freute sich über das wichtige und gelungene Puzzlestück zur Umgestaltung des Graf-Eberhard-Platzes. „Das Stift und das Seminargebäude ist ein Ort, der hilft der heutigen Hop-oder-Top-Gesellschaft zu bewusst zu entsagen und Entschleunigung zu erfahren.“
Nach der Feierstunde nahmen viele die Gelegenheit wahr, das neue Gebäude zu besichtigen.
Die nächste Gelegenheit gibt es für die Öffentlichkeit am 6. Juni im Rahmen eines Tages der offenen Tür.




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